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Betroffene Personen

Jeder Arbeitnehmer, sogar dann, wenn er nicht der Gesundheitsüberwachung unterliegt, kann ein Wiedereingliederungsverfahren einleiten, wenn sein behandelnder Arzt erklärt hat, dass er die vereinbarte Arbeit vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr durchführen kann.

Der Arbeitgeber kann auch ein Wiedereingliederungsverfahren für Arbeitnehmer einleiten, die arbeitsunfähig sind (siehe weiter unten „Ablauf und Verfahren“).

Dieses Verfahren ist nicht auf die Wiederaufnahme der Arbeit nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit anwendbar.

Art der Konsultation

Es ist ein Recht für jeden Arbeitnehmer.

Arbeitnehmer können ihren Antrag direkt an Empreva schicken, unter der Bedingung, dass ihr Arbeitgeber zu den angeschlossenen Einrichtungen gehört. Dies kann in der Tabelle der Mitglieder überprüft warden.

Wann?

Das Programm zur Wiedereingliederung beginnt, sobald es einen Antrag gibt.

Ziele

Das Ziel ist es, arbeitsbehinderte Arbeitnehmer wieder in das Arbeitsleben einzugliedern. Der Arbeitsarzt trifft eine Entscheidung bezüglich der Fähigkeit zur Fortsetzung der vereinbarten Arbeit und, falls erforderlich, über die notwendigen Anpassungen.

Rolle des Arbeitgebers

Der Arbeitgeber muss seine Arbeitnehmer über die Wiedereingliederungsmöglichkeiten informieren. Der Arbeitgeber kann selbst den Antrag einreichen und muss, falls erforderlich, den Wiedereingliederungsplan erstellen (siehe weiter unten „Ablauf und Verfahren“). Er muss jedoch alle Entscheidungen des Arbeitsarztes im Hinblick auf eine optimale Wiedereingliederung umsetzen und durchführen. Falls der Arbeitgeber der Meinung ist, dass es weder in objektiver noch technischer Hinsicht möglich ist, dem Betreffenden eine angepasste oder sonstige Arbeit zu vermitteln, oder dass dies aus triftigen Gründen nicht verlangt werden kann, muss er Kontakt mit dem Gefahrenverhütungsberater-Arbeitsarzt aufnehmen.

Der Antrag kann von folgenden Personen gestellt warden:

  • dem Arbeitnehmer selbst
  • dem behandelnden Arzt mit Erlaubnis des Arbeitnehmers.

In beiden Fällen wird der Antrag mit dem Formular „Antrag auf Wiedereingliederung“ eingereicht, der an folgende Adresse gesendet wird: consult@empreva.fgov.be.

Der Antrag kann auch von folgenden Personen gestellt warden:

  • dem Arbeitgeber, wenn der betreffende Arbeitnehmer über eine Bescheinigung der bleibenden Arbeitsunfähigkeit verfügt oder mindestens vier Monate arbeitsunfähig ist.
  • dem Vertrauensarzt, dies gilt jedoch nur für Vertragsarbeiter.

Ablauf und Verfahren

Wenn der Antrag eingereicht ist, benachrichtigt der Gefahrenverhütungsberater-Arbeitsarzt den Arbeitgeber (falls er noch nicht informiert ist) und den Vertrauensarzt (für die Vertragsarbeiter). Der Arbeitsarzt fordert den Arbeitnehmer zum Besuch einer Konsultation auf und untersucht ihn, um zu beurteilen, ob er noch in der Lage ist, seine Tätigkeit weiterhin durchzuführen.

Entscheidungen

 

Diesbezüglich sind fünf Entscheidungen möglich:

 

  1. Der Arbeitnehmer ist in der Lage, seine frühere Arbeit wieder aufzunehmen, unter der Bedingung, dass sein Arbeitsplatz angepasst wird. In der Zwischenzeit muss er jedoch andere oder angepasste Arbeiten durchführen.
  2. Der Arbeitnehmer ist in der Lage, die vereinbarte Arbeit wieder aufzunehmen, unter der Bedingung, dass sein Arbeitsplatz angepasst wird. In der Zwischenzeit kann er jedoch keine anderen oder angepassten Arbeiten durchführen.
  3. Der Arbeitnehmer ist dauerhaft unfähig, seine frühere Arbeit wieder aufzunehmen. In der Zwischenzeit kann er jedoch andere oder angepasste Arbeiten durchführen.
  4. Der Arbeitnehmer ist dauerhaft unfähig, die Arbeit beim Arbeitgeber wieder aufzunehmen.
  5. Aus medizinischen Gründen ist es nicht angebracht, gegenwärtig ein Programm zur Wiedereingliederung einzuleiten.

Bei einer Entscheidung C oder D kann der Arbeitnehmer ein Berufungsverfahren gegen die Entscheidung des Gefahrenverhütungsberaters-Arbeitsarztes einleiten. Die Schritte, die er diesbezüglich durchlaufen muss, werden auf der Rückseite des Formulars für die Wiedereingliederungsbewertung beschrieben.

Der Arbeitsarzt übermittelt das Formular für die Wiedereingliederungsbewertung dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber.

Der Arbeitgeber erstellt einen Wiedereingliederungsplan und überprüft dabei die Wiedereingliederungs- und/oder Anpassungsmöglichkeiten des Arbeitsplatzes mit dem Arbeitnehmer, dem Arbeitsarzt und den beteiligten zuständigen Personen (Gefahrenverhütungsberater, Ergonom, behandelnder Arzt usw.).

Der Arbeitnehmer entscheidet, ob er den Plan akzeptiert bzw. ablehnt.

Wenn man den Plan nicht akzeptiert:

  • Für einen Arbeitnehmer, der vorübergehend nicht in der Lage ist, die vereinbarte Arbeit durchzuführen: Im Grunde bleibt er arbeitsunfähig, bis er wieder in der Lage ist, die vereinbarte Arbeit durchzuführen oder bis der Gefahrenverhütungsberater-Arbeitsarzt eine neue Wiedereingliederungsbewertung durchführt und das Programm zur Wiedereingliederung erneut eingeleitet wird.
  • Für einen Arbeitnehmer, der die vereinbarte Arbeit dauerhaft nicht durchführen kann und der die Durchführung angepasster oder sonstiger Arbeiten verweigert, ist das Programm zur Wiedereingliederung endgültig abgeschlossen. In diesem Fall kann der Arbeitgeber entscheiden, den Vertrag wegen höherer Gewalt medizinischer Art aufzulösen. Unabhängig davon, ob der Vertrag gekündigt wird oder nicht, wird der abgelehnte Plan (der die Ablehnungsgründe enthält) dem Vertrauensarzt der Krankenkasse übermittelt, der selbst ein Programm zur Wiedereingliederung auf Basis einer sozialberuflichen Wiedereingliederung einleiten kann, wobei er eine angemessene Stelle bei einem anderen Arbeitgeber oder eine angemessene Schulung sucht.

(Übernommen vom FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung)

Weitere Informationen

Möchten Sie mehr über das Programm zur Wiedereingliederung erfahren? Gehen Sie zur Website des FÖD Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung: www.beschaeftigung.belgien.be Livre Ier, Titre 4, section VII, chapitre VI.

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